Leishmaniose

Typische Reiseerkrankungen beim Hund:

Wir informieren Sie hier über verschiedene Reisekrankheiten, die bei Hunden auftreten können. Falls Sie den Verdacht haben, dass ihr Hund erkrankt sein könnte, wenden Sie sich bitte direkt an unser Praxisteam.

Babesiose Dirofilariose Ehrlichiose Leishmaniose

Klicken Sie einfach eine der obigen Krankheiten an, um sich über diese Krankheiten zu informieren.

Informationen zu Leishmaniose

Seit Neuerem exisitiert ein Impfstoff gegen Leishmaniose. Wir empfehlen Ihnen dringend eine Impfung ihres Hundes vor einer etwaigen Reise nach Südeuropa / Nordafrika. Alleine in Südeuropa sind 2,5 Millionen Hunde infiziert.

Auftreten: An Leishmaniose erkrankte Hunde in Deutschland haben sich meist im Mittelmeerraum infiziert. Die Übertragung der Krankheit erfolgt in Südeuropa und Nordafrika durch die Sandfliege der Gattung Phlebotomum.

Erreger: Leishmanien (Einzeller) befallen die weißen Blutkörperchen im Knochenmark und schädigen die Organe (z.B. Leber, Milz und Nieren).

Symptome: Erste und noch sehr unspezifische Symptome einer Leishmaniosemanifestation können Durchfall, Trägheit und Appetitlosigkeit sein. Erkrankte Tiere vertragen Hitze schlecht, sind schnell müde und hecheln viel. Einige spezifischere Symptome sind · leichtes und mehrfaches Einreißen der Ohrränder · offene, kleine und häufig kreisrunde Hautwunden an den Innenseiten der Ohren aber auch an anderen Körperstellen · überlange Krallen · Augenerkrankungen wie z.B. Entzündungen der Augenlider oder der Horn- und Bindehaut · Haarausfall · Lymphknotenschwellung

Was tun? Im Labor können Leishmaniose-Antikörper schon ab der 2.-3. Woche nach der Infektion nachgewiesen werden, lange bevor klinische Symptome auftreten. Deshalb empfiehlt es sich, den Test nach Urlaubsreisen durchzuführen um Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Gefahr für Menschen: Leishmaniose ist auf Menschen übertragbar. Die europäischen Formen sind für Erwachsene jedoch relativ ungefährlich (außer bei Immunkrankheiten wie AIDS). Kinder (bis 5 Jahren), Diabetiker und Transplantationspatienten haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Aussichten bei Erkrankung: Wird die Leishmaniose nicht behandelt, endet dies für Hunde meist tödlich. Heilung kann durch Behandlung erfolgen, ist aber nicht die Regel. Man kann dem Hund nach frühzeitiger Erkennung mit speziellen Therapien für einige Zeit (manchmal sogar Jahre), ein erträgliches Leben bieten.